Jiri Kulich: "Die AHL ist nur ein Zwischenstopp – Toronto, mach dich bereit!"

Jiri Kulich ist neu bei den Toronto Marlies, aber eines ist von Anfang an klar: Der junge Tscheche hat große Pläne – und die beinhalten keine langen Aufenthalte in der AHL. Mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein und Humor spricht Kulich über seine Ambitionen, sich so schnell wie möglich einen Platz bei den Toronto Maple Leafs zu sichern. Der 20-jährige Stürmer weiß, was er kann, und lässt keinen Zweifel daran, dass er bereit ist, die Eishockeywelt im Sturm zu erobern. Im Interview mit unserem Reporter «Hank Puckman» spart er nicht an frechen Sprüchen – und macht deutlich, dass die NHL besser schon mal Platz für ihn machen sollte.

Hank Puckman: Jiri Kulich, willkommen bei den Toronto Marlies! Du bist neu hier, aber man hört schon, dass du die NHL fest im Blick hast. Wie fühlst du dich?

Jiri Kulich: Danke, ich fühle mich großartig. Das Team der Marlies ist klasse, sehr familiär. Es gibt einen Typen, der mir in der Kabine ständig Tipps gibt, wie ich schneller Schlittschuh laufen kann – und dabei fährt er selbst in etwa so schnell wie ein Zamboni. Aber mal ehrlich: Die AHL ist für mich wie ein kleiner Zwischenstopp. Ich bin hier, um das Kapitel "Marlies" so schnell wie möglich zu schließen und das "Leafs"-Kapitel zu beginnen.

Hank Puckman: Wow, das ist ja mal eine Ansage! Du hast wirklich keine Zweifel, dass du bald in die NHL gehst?

Jiri Kulich: Zweifel? Haha, nein, nein. Hör zu, ich bin nicht hier, um nur in der AHL zu bleiben und Hot Dogs zu essen. Ich will hoch. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass unser GM auch schon darüber nachdenkt. Ich habe ihm schon ein paar subtile Hinweise gegeben… na ja, ich hab ihm bei jedem Training einen Zettel in die Tasche gesteckt, auf dem steht: "Hoch mit mir!"

Hank Puckman: Sehr dezent. Denkst du, er hat den Wink verstanden?

Jiri Kulich: Definitiv. Aber wenn er’s nicht schnallt, werde ich bei jedem Tor einfach in die Kamera winken und "Hallo Flavio!" rufen. Spätestens nach dem fünften Mal wird er sich fragen, warum ich noch immer nicht bei den Leafs bin. Ich meine, wie oft soll ich es ihm noch sagen?

Hank Puckman: Was ist dein Plan, um die Leafs endgültig zu überzeugen?

Jiri Kulich: Mein Plan ist ganz simpel: Ich gehe aufs Eis, zeige den anderen Jungs, wie man Tore schießt, und lasse das Management dann die Frage stellen: "Was machen wir noch hier unten mit diesem Typen?" Und wenn das nicht reicht, schreibe ich einen Brief an den Premierminister von Kanada. "Lieber Herr Trudeau, schicken Sie mich in die NHL." Ich wette, das funktioniert.

Hank Puckman: So viel Selbstbewusstsein! Denkst du, die Fans werden dich direkt ins Herz schließen?

Jiri Kulich: Natürlich. Ich schieße Tore, ich gewinne Spiele, und wenn das nicht reicht, erzähle ich ihnen noch ein paar tschechische Witze. Die Fans hier in Toronto sind verrückt nach Eishockey, und ich bin der Typ, der ihnen den Grund zum Jubeln gibt. Und wenn ich in der NHL spiele, wird jedes Spiel wie Weihnachten für sie – nur mit mehr Toren und weniger Geschenken.

Hank Puckman: Apropos Tore – was ist dein Ziel für diese Saison bei den Marlies?

Jiri Kulich: Mein Ziel? Ganz klar: Ich will, dass die Gegner mich sehen und sofort wissen: "Oh, das ist der Typ, der uns auseinandernehmen wird." Ich will so viele Tore schießen, dass sie eine eigene Statue für mich aufstellen müssen. Und dann die Statue direkt in die Scotiabank Arena umziehen, wenn ich bei den Leafs bin. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob Toronto bereit für so viel Jiri Kulich ist. Aber sie werden es bald herausfinden.

Hank Puckman: Und wie gefällt dir Toronto bisher? Hast du einen Lieblingsplatz gefunden?

Jiri Kulich: Toronto ist okay, aber ich hab noch nicht viel gesehen. Ich war meistens im Training oder auf der Suche nach einem richtig guten tschechischen Restaurant. Nichts gegen Poutine, aber nach ein paar Portionen braucht man mal was anderes. Wenn ich in die NHL komme, werde ich der Stadt mal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenken – vielleicht einen Blick vom CN Tower werfen, aber nur, wenn der Wind gut steht.

Hank Puckman: Und was machst du, wenn du tatsächlich den Anruf von den Leafs bekommst?

Jiri Kulich: Ich werde sofort alles stehen und liegen lassen. Vielleicht sogar mitten in einem Spiel. Wenn ich gerade auf dem Eis bin und der Anruf kommt, lasse ich den Puck einfach liegen und sage: "Sorry, Jungs, ich muss los. Das NHL-Business ruft." Dann fahre ich direkt rüber, ohne mich umzuziehen. Ich meine, warum Zeit verlieren?

Hank Puckman: Jiri, das war wirklich unterhaltsam. Wir sind gespannt, wie schnell wir dich bei den Leafs sehen!

Jiri Kulich: Danke! Sagt den Leafs, sie sollen sich schon mal warm anziehen – ich komme, und ich bringe eine Menge Tore mit. Und vielleicht auch einen tschechischen Tanz als Torjubel. Mal sehen, wie den Fans das gefällt.

 

*Sämtliche Aussagen sind frei erfunden.

Flavio - 02.10.2024 07:10